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SCHNARCHEN ALS BEZIEHUNGSKILLER                                                     quelle: pressetext.at/ GesundheitPro

Frauen gehen oft zu gutmütig mit ihren „sägenden“ Männern um, finden britische Forscher

Wissenschaftler der University of Surrey analysieren derzeit in einer breit angelegten Studie das Schlafverhalten von Paaren. Nun gaben sie erste Ergebnisse bekannt: Demnach besteht das zentrale Problem vieler Paare darin, dass Frauen viel zu nachsichtig auf das Schnarchen ihrer Partner reagieren und so auf bis zu fünf Stunden Schlaf in der Woche verzichten. Dadurch würden nicht nur die Leistungen am Arbeitsplatz, sondern auch die Fahrtüchtigkeit und die Fitness der Frauen stark beeinträchtigt.

Wenn ER schnarcht...

Das Forscherteam hat bis jetzt 25 Paare eingehend analysiert. Bei manchen schnarchten die Männer, bei manchen die Frauen. Männer realisierten die nächtlichen Geräusche ihrer Partnerin oft gar nicht, da sie einen tieferen Schlaf hatten als die Frauen. Frauen wurden durch das Schnarchen der Männer leichter aufgeweckt. Allerdings reagierten sie dann meistens gar nicht auf das Verhalten ihrer Partner, um deren Schlaf nicht zu stören. „Frauen akzeptieren das Schnarchen der Männer, um das zu tun, was das Beste für ihre Männer ist. Meist hören sie dem Schnarchen nur zu oder stören ihren Partner gegebenenfalls nur so leicht, dass dieser zu schnarchen aufhört, jedoch nicht aufwacht,“ erklärt Sue Venn, Mitglied des Forscherteams. Manche Frauen wechselten auch das Zimmer, um Ruhe zu finden. „Frauen sollten jedoch das Recht auf eine ganze Nacht voller Schlaf einfordern,“ findet Venn.

Wenn SIE schnarcht...

Denn umgekehrt gehen die Männer mit ihrer besseren Hälfte weit weniger behutsam um. Das Gros der Männer weckt ihre Partnerin ganz einfach auf, konnten die Forscher feststellen. „Männer, die durch ihre schnarchenden Frauen geweckt werden, zeigen eine höhere Bereitschaft dem Schnarchen ihrer Frauen durch einen Schubs oder durch Wachrütteln ein Ende zu bereiten“, so die Experten. Darüber hinaus sind die Frauen meist beschämt über ihr Schnarchen und es ist ihnen peinlich, sich dieses Verhalten einzugestehen. „Frauen glauben, dass es nicht „Ladylike“ ist zu Schnarchen“, erklärte Melissa Hack, Vorsitzende der British Sleep Society.

Nächtliches Sägen belastet die Beziehung

Für das Beziehungsleben der Paare kann das Schnarchen eine ernst zu nehmende Bedrohung darstellen, erklärten die Experten. „Schnarchen hat einen katastrophalen Effekt auf die Beziehung und führt nicht selten zur Trennung“, resümiert Hack. Dabei sei es so einfach gegen das Schnarchen vorzugehen. Schnarchen entsteht durch eine einfache Vibration, die während des Schlafens durch die Erschlaffung der Muskeln in der hinteren Kehle entsteht. Begünstigt wird das Schnarchen durch Übergewicht. Durch eine Reduktion des Alkohol- und Zigarettenkonsums, durch eine geänderte Schlafstellung oder durch spezielle Produkte, welche so das Schnarchen verhindern, könne das Problem schon wesentlich reduziert werden, erklärten die Experten.

 

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Wissenswertes über das Schnarchen

Mit Schnarchen bezeichnet man ein knatterndes Geräusch, das in den oberen Atemwegen eines schlafenden Menschen erzeugt wird.

Schnarchen oder Rhonchopathie heißt auch die durch das obige Symptom hervorgerufene Schlafstörung. In der Schlafmedizin spricht man auch vom Upper Airway Resistance Syndrom (UARS), bei dem im Gegensatz zum obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS) nur ein zeitweiliger Verschluss der oberen Atemwege vorliegt, der aber ebenso zu Hypoxie (Sauerstoffmangel), Arousals (Aufweckreaktionen) und in deren Folge zu Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen führen kann. Mit zunehmendem Alter schnarchen rund 60 % der Männer und 40 % der Frauen. Im jüngeren Alter liegen diese Zahlen erheblich niedriger.

Ursachen

Das Schnarchgeräusch entsteht durch flatternde Bewegungen des Gaumens und des Zäpfchens, zum Teil auch des Zungengrundes und des Rachens beim Atmen. Es kann in einigen Fällen durch Nasenatmungsbehinderungen hervorgerufen sein.

Beim Schnarchenden liegt generell eine Blockade der Atemwege vor, meist schwingt das infolge der Entspannung des Körpers im Schlaf erschlaffte Gaumensegel flatternd im Sog der Atemluft. Es kann aber auch der hintere Bereich der Zunge in den Rachen zurückfallen. Schnarchen kann auch mit Allergien einhergehen. Es gibt also nicht nur einen Faktor, der als Ursache für dieses Symptom in Frage kommt.

Bei den meisten Betroffenen tritt das Schnarchen abhängig von der Körperlage auf. So kommt es häufig in der Rückenlage zum Schnarchen, wenn der Unterkiefer des Schlafenden nicht gestützt ist und er durch den geöffneten Mund atmet. Registriert der Körper einen durch die erschwerte Atmung hervorgerufenen Mangel an Sauerstoff, löst er eine Positionsänderung aus.

Auch Übergewicht oder genetische Veranlagung können dafür verantwortlich sein, dass eine anatomische Besonderheit vorliegt, die das Schnarchen letztlich bewirkt: der Atmungsapparat des Schlafenden kann nicht in jeder Körperlage die nötige Spannung aufrechterhalten, die das Schnarchen verhindern würde.

Ebenso fördern Alkoholkonsum oder die Einnahme von Beruhigungsmittel, Schlafmitteln, Tranquilizern und Psychopharmaka die Erschlaffung des Gaumensegels und somit den Vorgang des Schnarchens.

Das Schnarchen kommt in verschiedenen Ausprägungen vor. So gibt es Personen, die nur gelegentlich schnarchen, z. B. bei einem Schnupfen, andere Personen schnarchen nahezu jede Nacht verbunden mit zum Teil sehr lauten, stark störenden Schnarchgeräuschen. Eine ständig verstopfte Nase, beispielsweise durch eine verkrümmte Nasenscheidewand, kann möglicherweise eine Ursache des Schnarchens darstellen.

In seiner stärksten Ausprägung kann der Schnarcher sogar von seinem eigenen Schnarchgeräusch aufwachen, außerdem können Atemstillstände infolge vollständigen Zusammenfallens des Rachens von 30 Sekunden und mehr auftreten. Solche Atemstillstände können bis zu 100 mal pro Nacht auftreten, wodurch der Schlaf stark beeinträchtigt ist. Solch eine extreme Ausprägung des Schnarchens verbunden mit Atemstillständen nennt man obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) und muss als erhebliche Schlafstörung betrachtet werden.

Das Schlafapnoe-Syndrom ist häufig von heftigen Albträumen begleitet. Bei einer Schlafapnoe erleidet der Schlafende einen massiven Sauerstoffmangel. Der Körper aktiviert einen Schutzreflex, dabei steigt die Atemanstrengung und die Spannung der Atemwegs- und Atemmuskeln, sodass ein Durchatmen ermöglicht wird. Dabei wird eine Stressreaktion ausgelöst, die zu Blutdruck- und Herzfrequenzanstiegen führt. Auch eine Adrenalinausschüttung erfolgt. Der Betroffene wacht eventuell nach Luft ringend und mit starkem Herzklopfen auf, jedoch läuft die überwiegende Zahl der Stressreaktionen unbemerkt im Schlaf ab.

Folgen

Häufig haben Schnarchende keinen erholsamen Schlaf, da die Schnarchzyklen vor allem in den wichtigen Traum- und Tiefschlafphasen vorkommen. Abgeschlagenheit, Nervosität und Müdigkeit auch nach langem Schlaf sind im Wachzustand die Folge. Schwerwiegendere Schnarchleiden können, sofern sie langfristig auftreten und nicht erkannt werden, Beeinträchtigungen am Herz und Kreislaufsystem (Bluthochdruck), mit Erhöhung des Infarkt- und Schlaganfallrisikos nach sich ziehen.

Verhaltensregeln

Durch einfache, selbst durchzuführende Maßnahmen kann man versuchen, das Schnarchen zu bekämpfen. Oft gelingt es dadurch wenigstens, das Schnarchen zu mildern, allerdings sind diese Maßnahmen nicht immer erfolgreich.

Medizinische Behandlung

In den Fällen, in denen eine behinderte Nasenatmung augenfällig die Ursache für das Schnarchen darstellen könnte, sollte eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden. Beispielhaft lassen sich hier Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation), Kieferhöhlenentzündungen, vergrößerte Nasenmuscheln und Allergien aufführen. Oft liegt auch eine Kombination mehrerer dieser Ursachen vor.

Chirurgische Eingriffe

Einen gewissen Erfolg versprechen operative Eingriffe, die allerdings teilweise irreversibel sind.

So besteht die Möglichkeit, den Gaumen und die Rachenschleimhaut zu straffen und das Zäpfchen weitgehend zu entfernen. Bei diesem Eingriff entfernt man in der Regel auch zusätzlich die Tonsillen (Gaumenmandeln). Dieser Eingriff wird als Uvula-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP) bezeichnet. Diese Operation führt bei mehr als der Hälfte der Schnarcher zu einer deutlichen, bei weiteren 40 Prozent zu einer mäßigen Besserung des Schnarchens. Dieser Eingriff muss stationär in Narkose durchgeführt werden. Komplikationen sind selten, neben Nachblutungen innerhalb der ersten Woche können auch langfristige Probleme wie Verschlucken mit Austritt von Flüssigkeit aus den Nasenlöchern, Schluckschmerzen oder offenes Näseln entstehen.

Ein schonenderes Verfahren bietet die Verwendung eines Lasers. Hierbei werden Teile des Gaumens und des Zäpfchens entfernt. Diese Operationstechnik wird als Laser-assistierte Uvula-Palato-Plastik (LAUP) bezeichnet. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt werden, eine Operation in Narkose ist jedoch zu empfehlen. Komplikationen dieses Laser-Eingriffes sind relativ selten. Die Erfolgsrate liegt bei etwa 60 bis 80 Prozent.

In den letzten Jahren hat sich außerdem die Radiofrequenztherapie etabliert: Dabei wird mit Sonden in das Rachengewebe eingestochen und mittels Hochfrequenz im ISM-Band das Gewebe bei relativ niedrigen Temperaturen (ca. 80 °C) zum Verkochen gebracht. Durch narbiges Schrumpfen des Gaumens kommt es dann zu einer Stabilisierung des Gewebes und damit zu einem verminderten Schnarchgeräusch.

Weichgaumenimplantate: Unter örtlicher Betäubung wird der Weichgaumen durch Einsetzen von Kunststoffstiften stabilisiert. Falls die Stifte sich lösen, werden sie einfach ersetzt. Die Therapie eignet sich nur für ca. zehn Prozent aller Schnarcher, denn falls der Weichgaumen eines Patienten zu groß ist, könnte dieser am Implantat ersticken.

UvulaFlap: Das hochgeklappte Zäpfchen (Uvula) wird am Gaumen vernäht. Die Schleimhaut wird nicht beeinträchtigt. Beschwerden beim Schluckakt und Sprechstörungen sind möglich.

Mandelentfernung: Bei Erwachsenen haben die Mandeln keine wichtige Funktion. Bei zu großen Mandeln kann die Entfernung mit einem Eingriff am Weichgaumen kombiniert werden. Nachblutungen sind möglich.

Bei Nasenscheidewandverkrümmungen und Nasenmuschelvergrößerungen ist eine operative Begradigung der Nasenscheidewand und eine Verkleinerung der Nasenmuscheln durchzuführen.

Bei Kieferhöhlen- und Nasennebenhöhlenentzündungen bietet sich eine breite Palette an Behandlungsmöglichkeiten, je nach Ausmaß der Kieferhöhlen- oder Nasennebenhöhlenentzündung: Diese reicht von der Gabe von schleimlösenden Mitteln, Antibiotika, Kieferhöhlenspülungen bis hin zu Kieferhöhlen- und Siebbeinoperationen.

Weitergehende chirurgische Maßnahmen

Die unten beschriebenen chirurgischen Interventionsmaßnahmen sind im deutschsprachigen Raum teils umstritten, sie werden vornehmlich in den USA propagiert. Sie haben teilweise durchaus ihre Berechtigung, insbesondere bei angeborenen Rückverlagerungen der Zunge und des Unterkiefers. Oft liegt eine multi-level-obstruction vor, auf diese wird reagiert mit einer multi-level-surgery.

Schnarchapparate

Liegt keine behinderte Nasenatmung vor oder wurde eine behinderte Nasenatmung bereits operativ oder anderweitig beseitigt, so bleiben nur noch folgende Maßnahmen übrig:

Es werden verschiedene Apparate auf dem Markt angeboten, die Schnarcher bei stärkerem Schnarchen nachts aufwecken und sie dazu erziehen sollen, nicht zu schnarchen. In der Regel sind solche Apparate nicht erfolgversprechend, da sie letztendlich das Zusammenfallen des Rachens nicht verhindern können, der Schnarcher wird durch diesen Apparat vielmehr zusätzlich in seinem Schlaf gestört.

Eine Kiefer-Protrusionsschiene hält den Unterkiefer im Schlaf in einer festen Lage, sodass die Zunge nicht zurückfallen und die Atemwege blockieren kann. Die meisten Patienten kommen damit gut zurecht, und der Wirkungsgrad liegt bei 50-100% Schnarchreduktion.

Eine Vorhofplatte (auch Vorhofschiene) wird in den äußeren Mundvorhof zwischen Lippen und Frontzähne gesetzt und blockiert somit die Mundatmung. Die Konturen auf der Innenseite der Vorhofschiene/Vorhofplatte dienen als Spielzeug für die Zunge. Durch den entstehenden Schluckreflex wird die Zunge gegen die Frontzähne und die Vorhofschiene/Vorhofplatte gepresst und wird, durch den dadurch entstehenden Unterdruck, dort platziert. Der Freiraum der Luftröhre wird erweitert und die Vibration des Gaumensegels blockiert. Die Schnarchgeräusche werden somit verhindert. Das bioplastische Material wird durch die Erwärmung im Mund noch elastischer und passt sich individuell dem Mundvorhof an.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Gaumensegel mittels einer einfachen Spange zu fixieren: Durch das Einsetzen einer Spange in die Mundhöhle wird der Luftkanal hinter dem Gaumensegel mechanisch am Verschließen gehindert. So werden ein widerstandsarmer Luftdurchlass im Schlafzustand gesichert und lärmerzeugende Vibrationen direkt am Entstehungsort verhindert.

Eine weitere Möglichkeit der Schnarchunterdrückung stellt -- im Falle einer Lageabhängigkeit der Symptomatik -- das Lagerungstraining dar. Manche Patienten schnarchen nur in Rückenlage, sodass ihnen durch eine auf den Rücken geschnallte Lagerungshilfe geholfen werden kann. Diese Lagerungshilfe, z.B. in Form eines mit Handtüchern gefüllten Rucksacks mit Bauchgurt, macht die Rückenlage so unbequem, dass sie nicht unbewusst in der Nacht eingenommen werden kann.

Eine nächtliche Überdruckbeatmung mit einer Maske (CPAP-Behandlung) ist geeignet, den Druck in den Atemwegen zu erhöhen, einen Kollaps der Atemwege zu verhindern und dadurch das Schnarchen zu unterdrücken. Diese Methode ist jedoch mit den Unannehmlichkeiten einer nächtlichen Atemmaske verbunden, sodass sie meist nur bei besonderer Beeinträchtigung des Patienten in Form von Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen sowie bei nächtlichen Atempausen, also beim Schlafapnoe-Syndrom zur Anwendung kommt.


Quelle: Wikipedia

Eine Vielzahl von Antischnarchmittel und Antischnarchprodukte sind auf dem Markt verfügbar. ASGO soft ist eine hervorragende Begleitung bei der Behandlung von Schnarchproblemen.

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